Zukunft.Schule

FAQ Sanierung und Neubau der Volks- und Mittelschule am Standort der Mittelschule

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand des Projektes "Zukunft.Schule" transparent und offen anbieten.

Der Bürgermeister steht jederzeit und gerne bereit persönliche Fragen am Gemeindeamt zu beantworten (um Terminvereinbarung wird gebeten).

zuletzt aktualisiert am 26.01.2026


Fakten

Das Volks- und Sonderschulgebäude wurde 1971 bis 1972 errichtet. 

Das Mittelschulgebäude wurde 1765 errichtet, ein Anbau erfolgte 1965. Es steht nicht unter Denkmalschutz.

Bevor die Gemeinde in eine Schule investieren darf, bedarf es einer Raumbedarfsfeststellung durch ein Komitee des Landes Niederösterreich. 

Das Ergebnis der Ausschreibung und der Gemeinderatssitzung vom 22. Oktober 2025

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2025 den grundsätzlichen Beschluss gefasst, die Sanierung der Mittelschule (ehem. Schloss) durchzuführen und die Räumlichkeiten der Volk- und Sonderschule entsprechend anzubauen.

Abstimmungsverhältnis im Gemeinderat:
Von 21 Gemeinderäte waren 19 anwesend: ÖVP 14/14 - GUT 4/4 - SPÖ 1/3
ÖVP 14 - JA
GUT 4 - NEIN
SPÖ 1 - NEIN

Zusätzlich beschloss dieser, dass die Entscheidung des Zuschlages des Totalunternehmers an die Pelias Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH ergeht. Dieses Unternehmen arbeitet das Projekt mit der Swietelsky AG ab und diese in Verbindung mit dem Architekten Lorenz Vogel.

Abstimmungsverhältnis im Gemeinderat:
Von 21 Gemeinderäte waren 19 anwesend: ÖVP 14/14 - GUT 4/4 - SPÖ 1/3

ÖVP 14 - JA
GUT 4 - ENTHALTUNG = NEIN
SPÖ 1 - ENTHALTUNG = NEIN

Der Zuschlag enthält neben sämtlichen Bauaufsichten, Planungen und rechtlichen Unterlagen auch die archäologischen Untersuchen, den Abriss des vorhandenen Volksschulgebäudes, öffentliche Anlagen, die Verlegung der Bushaltestelle, die sportlichen Außenanlagen, den Neubau, die Sanierung der Mittelschule, die Einrichtung und die Errichtung einer Doppelturnhalle.

Die Kosten belaufen sich auf 12.9 Mio. Euro.

Totalunternehmer

Pelias Raiffeisen Immobilien Leasing GmbH

Totalunternehmer SUB

Swietelsky AG

Architekt

Laurenz Vogel, Kirchberg am Wagram

Gesamtinvestition (Brutto)

12,9 Mio. Euro

Dies beinhaltet jedoch schon geleistete Verfahrenskosten von 119.589,60 Euro sowie die geplanten Abbruchkosten von 300.000 Euro.

—> Finanzierung von 12,6 Mio. Euro.

Darlehensfinanzierung

p.a. vj. vs. klm/360 mit 3,523 %

Umstieg auf Fixfinanzierung möglich.

Externe Projektsteuerung über Energy Climate sowie archäologische Untersuchung durch ARDIG GmbH.

Kosten wurden in der Gesamtsumme berücksichtigt.

Beginn der arch. Untersuchung Nov 2025.

Baustart Ende Q1 2026

geplante Fertigstellung 27. Aug. 2027

Bei Verspätung wird eine Pönale an das Unternehmen weiterverrechnet.

Künstlerische Darstellung des neuen Schulgebäudes

Das Ergebnis der Raumbedarfsfeststellung

Volks- und Sonderschule: 

4 Klassen Volksschule, 5 Klassen Sonderschule, keine Barrierefreiheit gegeben. Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung zu klein. Turnsaal zu klein. Werkraum im Keller unzulässig. Nebenräumlichkeiten unzureichend. 

Mittelschule:

4 Klassen der Mittelschule, keine Barrierefreiheit gegeben, kein eigener Turnsaal vorhanden. Schulküche und Physikraum unzureichend. Nebenräumlichkeiten unzureichend. 

Dies bedeutet: Bei einer getrennten Sanierung der Volks- und Sonderschule bzw. der Mittelschule müssen jeweils Räumlichkeiten angebaut werden. Daher wurde empfohlen einen Standort zu präferieren um dort Synergien zu schaffen.

Benötigt werden:

5 Klassen für die Volksschule, 6 Klassen für die Sonderschule, 4 Klassen für die Mittelschule, ein Doppelturnsaal, Neben- und Bewegungsräume, eine Schulküche, 2 Nachmittagsbetreuungsräume, 1 Physiksaal, 2 Werkräume.

Vorteile eines gemeinsames Schulstandortes

Eine Schule an einem Standort bedeutet, dass sämtliche jährliche Ausgaben der Marktgemeinde Sitzendorf nachhaltig reduziert werden könnten. Strom-, Wasser-, Kanal-, Wärme- und Personalkosten würden geringer ausfallen. 

Die Direktorinnen sind der Auffassung, dass das gegenseitige Lernen von Schulkolleginnen und Kollegen enorm wichtig ist. Der Schulunterricht würde Synergien vorbringen, die bei getrennten Standorten nicht möglich sind. Eine gemeinsame Schulküche, die Mitbenutzung des Physikraumes bis hin zur gemeinsamen Nutzung der Nachmittagsbetreuung wäre gegeben. Auch Nebenräume können miteinander benutzt werden und so könnte Platz eingespart werden.

Essentielle Entscheidungsgrundlage für den bisherigen Weg

Es ist das Ziel, dass alle drei Schultypen (Volks-, Sonder- und Mittelschule) weiterhin in Sitzendorf bestehen bleiben. Daher wurde bei allen Eventualitäten immer auf diese Entscheidung Rücksicht genommen. Es wurden die Varianten Um- und Zubau am Volksschulstandort sowie Um- und Zubau am Mittelschulstandort miteinander verglichen. Dieser Vergleich beruht auf Einschätzungen von Architekten, Statikern sowie Baumeistern. Dabei wurde ein Kostenvergleich erstellt. Dieser kam zum Ergebnis, dass beide Standorte ähnliche Baukosten vorweisen. Diese Tatsache sowie die organisatorischen Notwendigkeiten wurden für das Bauverfahren als Entscheidungsgrundlage herangezogen.

Laut beratendem Baumeister müsste bei einer Sanierung der Volksschule das ganze Gebäude entkernt werden. Außerdem sei ein Neubau mit einer Doppelturnhalle sowie weiteren Räumlichkeiten für den Schulbetrieb notwendig. Es würde kein Stein auf dem anderen bleiben. Folglich müsste für die Schülerinnen und Schüler während der 1,5 jährigen Bauzeit eine Ersatzschule errichtet werden. Diese Kosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro. Da die Statik im Kostenvergleich keine Berücksichtigung fand, ließ die Gemeinde ein Statik-Gutachten erstellen. Für alle Experten stand fest, dass das Volksschulgebäude in Bewegung ist. Daher müsste vor einer Investition eine Stabilisierung des Volksschulgebäudes durchgeführt werden. Diese Stabilisierung ist lt. zwei im Wohnort lebenden Architekten mit weiteren hohen Kosten verbunden. Folglich wurde die Variante der Sanierung der Volksschule wieder verworfen. Die Gemeinde konzentrierte sich von nun an auf den Standort der Mittelschule.

Die Kosten

Seit dem Jahr 2021 wurden Grobkostenschätzungen von Baumeistern und Architekten eingeholt. Diese Kosten wurden mit der Gemeindefinanzaufsicht des Landes Niederösterreich abgeklärt. Die benötigte Darlehensaufnahme wurde durch die Finanzabteilung geprüft. Die Baukosten werden durch Förderungen des Bundes und Landes unterstützt. Folglich wird die jährliche Rückzahlung der Gemeinde an den Geldgeber durch diese gesetzliche Vorgabe ermöglicht. Im Gemeindebudget muss dies berücksichtigt werden. 

Folgen für weitere Gemeinde-Projekte:

Die Marktgemeinde Sitzendorf wird auch weiterhin Projekte und Vorhaben auf Gemeindeebene umsetzen können. Vom Hochwasserschutz bis hin zum Straßenbau stehen weiterhin Gelder zur Verfügung. Ebenfalls wird es möglich sein, Sanierungen von gemeindeeigenen Betrieben durchführen zu können. 

Folgen für Bürgerinnen und Bürger: 

Die Gemeindeabgaben dürfen wegen einem Schulbau nicht erhöht werden. Dies ist gesetzlich nicht erlaubt. Abgaben im Bezug auf Wasser und Kanal sind zweckmäßig gebunden. Diese Gelder werden für den Ausbau der Infrastruktur (Kanal, Wasser) verwendet. Es werden keine neue Abgaben eingeführt. Eine Anpassung der laufenden Abgaben findet jedoch weiterhin regelmäßig statt, um den laufenden Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Die Kosten finden Sie unter dem Punkt: Das Ergebnis der Ausschreibung und der Gemeinderatssitzung vom 22. Oktober 2025

Das Totalunternehmerverfahren

Finanzexperte Mag. Gottfried Henneis bestätigte, dass der vorgegebene Kostenrahmen eingehalten werden muss, ansonsten scheidet der Anbieter des Schulprojektes bereits im Vorhinein aus. Das ist der große Vorteil eines Totalunternehmerverfahrens. Alle Kosten (Planung, Ausführung, Überwachung, Bau, etc.) liegen am Tisch und müssen sich im vorgegebenen Kostenrahmen befinden. Diesen Kostenrahmen gibt die Gemeinde anhand der Finanzkraft vor. So wird sichergestellt, dass das Projekt die Gemeinde finanziell nicht überfordert.

Der Standort der Mittelschule

Der Baumeister bestätigte, dass sich das Gebäude der Mittelschule in einem besseren Zustand befindet. Die Gemeinde hat in den letzten Jahrzehnten laufend Investitionen durchgeführt. Hier kann eine Sanierung leichter und kostengünstiger erfolgen. Daher wird die Standortverlegung sowie die Zusammenführung aller drei Schultypen am Standort der nicht unter Denkmalschutz stehenden Mittelschule bevorzugt. Das Gelände (ca. 10.000 m²) eignet sich dafür optimal. Der Spielplatz würde erhalten bleiben.

Statement des Bürgermeisters

Meine Damen und Herren!

Es ist wichtig, dass wir auf jene Menschen hören, die sich beruflich mit der Materie Schulbau regelmäßig befassen. Diese Fakten und Tatsachen wurden auf eindrucksvolle Weise bei der Infoveranstaltung am 8. Dezember 2024 durch die Expertinnen und Experten vorgebracht. Sie legen nahe, dass eine Sanierung der Mittelschule und ein dortiger Anbau der Volks- und Sonderschule ein guter Weg ist.

Die Zusammenlegung aller Schultypen auf einem Standort wäre für die Gemeinde nachhaltiger. Strom-, Wasser-, Kanal-, Wärme- und Personalkosten würden sich reduzieren. Während der ganzen Bauphase kann der Betrieb der Volks- und Sonderschule aufrecht erhalten werden. Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule würden ebenfalls im Gebäude verbleiben können und würden nach der Fertigstellung des ersten Teils in den neuen Schulteil übersiedeln. Dann würde die Sanierung der Mittelschule stattfinden. Dies bedeutet eine erhebliche Kostenreduktion.

Es wurde seitens der Gemeinde auch die Variante der getrennten Sanierung des Volks- und Sonderschulgebäudes sowie des Mittelschulgebäudes überprüft. Diese Möglichkeit ist jedoch nach Vorliegen aller Daten und Fakten nicht wirtschaftlich. Bei einer getrennten Sanierung der Volksschule und Mittelschule müsste an beiden Standorten zusätzlicher Raum geschaffen werden. Eine Ersatzschule für rund 200 Schülerinnen und Schüler würde bei 1,5 Jahren Bauzeit zusätzliche 800.000 Euro bedeuten. Daher wurde diese Variante wieder verworfen.

Aktualisierungen und laufende Informationen wollen wir Ihnen daher regelmäßig auf unserer Homepage zum Nachlesen zur Verfügung stellen.

Mit besten Grüßen

Florian Hinteregger

Aktueller Zeitablauf

Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren der Energy Climate GmbH.

Am 5. August 2025 fand die erste Jurysitzung statt. Diese Runde bestand aus Expertinnen und Experten des Landes Niederösterreichs, ausgewählten Architektinnen und Architekten sowie dem Baubeirat. Dieser Baubeirat besteht aus BGM Florian Hinteregger, VBGM Michael Fahn, Schul- und Kindergartenausschussobmann GfGR Gerhard Maurer, dessen Stellvertreter GfGR Franz Wimmer, Schul- und Kindergartenausschussmitglied GfGR Johannes Neuhold, Bildungsgemeinderat GfGR Martin Amon, Team Volkspartei Michael Lamatsch, den Schulleiterinnen, den Projektverfassern sowie einer externen Projektsteuerung. Die Parteien GUT und SPÖ haben auf eigenen Wunsch kein Mitglied entsandt. In der ersten Sitzung wurden die Projekte vorgestellt. Im Anschluss wurden diese auf ihre Umsetzung bewertet. Eine Woche später fand eine neuerliche Sitzung statt, um im Verhandlungsverfahren die bautechnische Gestaltung, die Preisgestaltung sowie die Finanzierung anzupassen. Nach weiteren Verhandlungsrunden wird das Ergebnis dem Gemeinderat präsentiert. Eine eigene Informationsveranstaltung wird für die interessierte Bevölkerung organisiert. Davor finden bereits Informationen in den Bürgergesprächen in den einzelnen Katastralgemeinden statt.

Der Baustart soll nach den Zusicherungen der Finanzierung sowie der ausführenden Firmen und nach einem positiven Beschluss des Gemeinderates 2026 sein.

Während der Bauphase können die Schulen den Schulunterricht wie gewohnt durchführen.

Siehe Details unter: Das Ergebnis der Ausschreibung und der Gemeinderatssitzung vom 22. Oktober 2025

Vorgestellte Fakten zur Infoveranstaltung vom 8. Dezember 2024

VOLKSSCHULE / SONDERSCHULE

BERICHT DES BAUMEISTERS

Innenbereich

  • Geländer unzureichend
  • Sanitär veraltet
  • Wasserversorgung veraltet
  • Beheizung kostenintensiv
  • Elektro am Ende der Nutzungsdauer

Außenbereich

  • Durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren überschritten
  • Bruchstellen
  • Setzungen
  • Stolpergefahr

Untergeschoss

  • großflächige Schäden an den Bodenaufbauten
  • Aufwölbung
  • Höhenversätze

Raumhöhe Zentralgarderobe

  • Böden höher ausgeführt als im Plan vorgesehen
  • erhöhter Grundwasserstand

Beton- und Ziegelbauteile

  • Nutzungsdauer von ca. 100 Jahren
  • dem Alter entsprechend

Bodenaufbau Geschosse

  • Lebenserwartung 25-50 Jahre
  • Gesamtstärke 9cm - für Sanierung zu gering

Turnsaal

  • Schwingboden durchschnittliche Lebensdauer 45 Jahre überschritten
  • Feucht - Geruch wahrnehmbar

Fassade

  • durchschnittliche Lebensdauer von 30 Jahren überschritten

Dach

  • durchschnittliche Lebensdauer von 30 - 50 Jahren überschritten
  • bei Neueindeckung - Verstärkung evtl. notwendig

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BERICHT DES STATIKERS

Im Keller finden Aufwölbungen statt. Risse in Wänden und Dehnfugen sind klar erkennbar. Eine Senkung des Untergrundes ist ersichtlich. Diese entsteht entweder durch die generelle Senkung der Streifenfundamente und/oder durch die Verdrängung des Bodens durch hochbelastete Fundamente (Veränderung Grundwasserspiegel - bindiger Boden verliert an Volumen). Auf alten Filmen ist ersichtlich, dass keine Pfahlfundierungen gesetzt wurden sondern Streifenfundamente. Der tragfähige Grund liegt tiefer als damals angenommen.

  1. Bei einer Generalsanierung muss eine umfassende Fundamentverstärkung umgesetzt werden.
  2. Folglich Bodenerkundungsmaßnahmen und Fundamentfreilegungen.
  3. Kostenintensive Spezialtiefbauverfahren (Hochdruckbodenvermörtelung) zur Stabilisierung.
  4. Bei Herstellung der Bodentragfähigkeit - Abbruch der Kellerböden bis auf den Untergrund um sie zu erneuern.
  5. Technisch korrekte Herstellung der Kellerdichtfunktion - technisch richtig nahezu unmöglich.

Die vorgestellten Plakate der Veranstaltung:

2024_Plakat_Vergleich.pdf herunterladen (1.86 MB)

2024_Plakat_baulich[1].pdf herunterladen (10.42 MB)

Präsentation_Was bisher geschah[1].pdf herunterladen (0.27 MB)


Rede des Bürgermeisters:

BürgerInfo_2024_SchuleZukunft.mp3 herunterladen (10.73 MB)


Gestellte Fragen bei der Infoveranstaltung am 8. Dezember 2024

Was bleibt für die anderen Projekte & Vereine übrig?

Auch andere Projekte und Vereine werden weiterhin eine Finanzierung erhalten.

Warum wird kein örtlicher Architekt eingebunden/gefragt/beauftragt?

Die örtlichen Architekten werden in der Jurysitzung ihre Expertise einbinden. Das Ausschreibungsverfahren ermöglicht den Firmen sich selbst die ArchitektInnen auszusuchen.

Was kann man sich durch einen Standort Schulcampus ersparen?

Es entstehen Synergien in verschiedensten Bereichen. Egal ob bei Personalkosten oder Energiekosten. Ein gemeinsamer Standort schafft Synergien die wiederum zu Ersparnissen führen.

Was bedeutet ein TU-Verfahren?

Ein TU-Verfahren bedeutet ein Totalunternehmerverfahren. Ein Totalunternehmer ist ein planender Generalunternehmer. Er bietet die gesamte Leistung von der Bauplanung bis zur Baurealisierung (sogenannte «bauliche Gesamtleistungen») in einem einzigen umfassenden Vertrag an: dem Totalunternehmer-Vertrag.

Wie sind die Kosten der Finanzierung aufgeteilt?

Die Kosten sind auf die Gemeinden und das Land NÖ aufgeteilt. Dabei trägt das Land NÖ ca. 29 Prozent. Die restlichen Kosten trägt die Marktgemeinde Sitzendorf und gibt diese an sprengelfremde Gemeinden anteilsmäßig weiter.

Was bedeutet die Umsetzung für die Gemeindefinanzen?

Die Umsetzung des Projektes bedeutet eine erhebliche Steigerung der Ausgaben. Diese können mit den Förderungen und einer soliden finanziellen Planung aufgestellt werden.

Was sind die Kosten der Sanierung der vorhandenen Volksschule?

Die Kosten der Sanierung der vorhandenen Volksschule ohne einem benötigten Zubau im Vergleich zu einem Neubau betragen mehr als 80 Prozent von Neubaukosten.

Was passiert, wenn sich die Kosten während des Baues nicht ausgehen?

Dieses Risiko trägt der Totalunternehmer.

Wie kann bei einem Abriss der alten Volksschule das Gelände bebaut werden?

Diese Entscheidung ist noch nicht getroffen. Es soll ein offener und transparenter Prozess mit den Anrainerinnen und Anrainern gestaltet werden.

Parkplätze - wie will man diese am neuen Gelände schaffen?

Die Anordnung von neuen Parkplätzen findet im Rahmen der Ausschreibung statt. Es wurde die Anzahl der Lehrkräfte immer berücksichtigt. Auch Gästeparkplätze sollen vorhanden sein. Außerhalb der Schulzeit können diese für Veranstaltungen verwendet werden.

Infoveranstaltung am 17. November 2025

Einladung Infoveranstaltung 17. November 2025

Sonstige Fragen zur Erläuterung des Projektes

Die Gemeindezeitungen vom 11.11.2024, 19.12.2024, 14.04.2025 und 4.7.2025 bieten weitere Informationen.

https://www.sitzendorf.at/BUeRGERSERVICE/Aktuelles/Gemeindezeitung

Die Sitzungsprotokolle bieten weitere Informationen zu Entscheidungen des Gemeinderates.

https://www.sitzendorf.at/UNSERE_GEMEINDE/Politik/Sitzungsprotokolle


Gab es Machbarkeitsstudien die einen Neubau mit einer Sanierung samt Anbau am Volksschulstandort oder am Mittelschulstandort verglichen haben? Wer waren die Auftragnehmer und an wen wurden diese vergeben?

Ja diese gibt es und sie wurden herangezogen. Ursprünglich wurde angedacht die Volksschule zu sanieren und die Räumlichkeiten großteils so zu belassen. Da jedoch die Raumbedarfsfeststellung des Landes NÖ einen erheblichen Fehlbestand feststellte, musste die Sanierung großzügiger gedacht werden. So musste auch ein Vergleich mit einem Neubau angedacht werden. Da die Fördermittel jedoch bei der Sanierungsvariante wegen dem hohen finanziellen Aufwand nicht zur vollen Gänze zur Verfügung stehen und die Synergie von einer Schule im Mittelpunkt stand, wurden die Varianten an einem Standort ausgearbeitet. Es kam nach einem Vergleich am Volksschulstandort mit dem Mittelschulstandort zu der Entscheidung dem Mittelschulstandort den Vorrang zu geben. So kann das ehemalige Schloss weiterhin als Schulgebäude verwendet werden und die fehlenden Räumlichkeiten werden angebaut.

Vergaben an die Auftragnehmer sind in den Gemeinderatsprotokollen zu finden.

Die Vorstudien entwickelten:

Architekt ZT Schwingenschlögl GmbH

Ziviltechniker Zehetgruber+Laister GmbH

Baumeister und Bausachverständiger Ing. Adalbert Vesely

Das Land Niederösterreich

Energy Climate GmbH

Wie hoch sind die aktuellen Kostenschätzungen und was passiert wenn es teurer wird?

Die Kostenschätzungen belaufen sich auf einen Korridor zwischen 10-13 Mio. Euro. Diese wurden durch das Land NÖ, einen Architekten und einen Baumeister bestätigt. Daher wurde dieser Korridor in die Ausschreibung des Totalunternehmerverfahrens aufgenommen. Alle weiteren genannten Zahlen entsprechen nicht den Tatsachen.

Welche vorhandenen Studien und Unterlagen gibt es die zur Ausschreibung gelangt sind? Wie sehen die Ausschreibungsunterlagen aus?

Die Studien und Unterlagen sind Grundlagen der Ausschreibung. Diese und die Ausschreibungsunterlagen selbst können wegen dem laufenden Ausschreibungsverfahren noch nicht veröffentlich werden. Die Bekanntgabe würde zu einem erheblichen finanziellen Schaden der Marktgemeinde führen. Es würde weiters den Wettbewerb verzerren.

Wie funktioniert die Finanzierung bzw. die Förderung und wurden bereits Förderanträge gestellt bzw. zugesichert?

Die Hauptfinanzierung erfolgt durch finanzielle Mittel der Marktgemeinde Sitzendorf und des Landes NÖ. Die Marktgemeinde Sitzendorf finanziert sich durch ein Darlehen. Die Fördermittel sind auf der Homepage des Landes NÖ einsehbar. https://www.noe.gv.at/noe/kindergaerten-schulen/noe_schul-_und_kindergartenfonds_foerderung.html Die aktuellen und vergangenen Rechnungsabschlüsse als Nachweis der Finanzierung der Marktgemeinde sind auf der Homepage https://www.offenerhaushalt.at/ zu finden.

Wurde ein Architektenwettbewerb angedacht?

Eine dahingehende Ausschreibung wurde angedacht, jedoch hätte dies einen finanziellen Mehraufwand für Honorare bedeutet. Daher wurde dies im Totalunternehmerverfahren integriert.

Welche Entscheidungsprozesse und Gremienbeschlüsse wurden bisher getroffen? Steht eine Bürgerbefragung im Raum?

Die Entscheidungen die getroffen wurden, führten zum heutigen Stand. Öffentliche Protokolle wurden in den Gemeinderatssitzungen besprochen und so dokumentiert. Protokolle die zu einem Wettbewerbsnachteil und so zu einem finanziellen Schaden führen würden, werden nicht veröffentlicht. Der Inhalt dieser sind oft die besprochene Finanzierung, die Sitzungen mit den Lehrkräften, die Abwägung der Vorstudien und der Inhalt der Ausschreibung des Totalunternehmerverfahrens. Ansonsten wurden keine Inhalte vermerkt. Da der Marktgemeinde Sitzendorf an der Schmida und somit dem Gemeinderat als gesetzlicher Schulerhalter die Zuständigkeit obliegt, entscheidet der Gemeinderat über die Entscheidungen die Schule betreffend.

Wie sieht der Zeitplan aus und kann der Schulbetrieb weiterhin aufrecht erhalten werden?

Ein Beschluss über den Zeitplan liegt noch nicht vor, denn die Entscheidung muss der Gemeinderat noch treffen. Die Planung sieht vor, dass 2026 mit dem Bau begonnen wird und das Schuljahr 2027/2028 bereits am neuen Standort stattfindet. Ausweichquartiere oder Containerklassen sind nicht vorgesehen, denn das würde zu enormen Kosten führen. Wäre der Volksschulstandort in Betracht gekommen, hätte man dies dort errichten müssen. Mehrkosten von 800.000 Euro stünden da lt. Architekten aus der Gemeinde Sitzendorf im Raum. In den Dokumenten der Gemeindezeitung wurde dies ausführlich beschrieben.

Was passiert mit dem Volksschulgebäude aus 1972?

Die letztendliche Entscheidung obliegt dem Gemeinderat. Ein Abriss wurde in den Kosten berücksichtigt. Es könnten sich jedoch noch andere Varianten ergeben, die noch nicht fixiert wurden.

Wurde angedacht im Schmidatal eine gemeinsame NÖ Mittelschule zu errichten? Gibt es Überlegungen des Landes NÖ?

Durch damalige Entscheidungsträger im Schmidatal wurde angedacht, dass eine gemeinsame Mittelschule im Schmidatal errichtet wird. Diese Überlegungen wurden wieder verworfen. Bei einem Verlust eines Schulstandortes in einer Gemeinde würden ebenfalls Kosten entstehen, denn der Bau an einem anderen Standort sowie der laufende Betrieb müsste mitfinanziert werden. Ob es Überlegungen des Landes NÖ gibt, Mittelschulen zusammenzulegen sind nicht bekannt und dies fällt außerhalb der Zuständigkeit der Gemeinde.

Welche Maßnahmen zu Bürgerinformation und Transparenz wurden bereits gesetzt?

Die Bürgerinnen und Bürger werden regelmäßig in den Gemeindezeitungen über den aktuellen Stand informiert. Es fand bereits eine Bürgerinformationsveranstaltung statt. Auf der Homepage der Marktgemeinde werden die Informationen regelmäßig aktualisiert. Es erfolgt die Einbindung der Lehrkräfte, Schüler, Elternvertreter, Schulaussschuss, Baubeirat bei regelmäßigen Sitzungen.

Warum dürfen über laufende Verfahren keine Informationen gegeben werden?

Da dies zu einem erheblichen finanziellen Schaden für die Marktgemeinde führen könnte.


Bautagebuch

Hier können Sie den Baufortschritt des neuen Schulprojekts verfolgen:

11.12.2025: Start der archäologischen Grabungsarbeiten - Abtragen der Schotterschicht

Abtrag SchotterschichtAbtrag Schotterschicht