Die Gemeindezeitungen vom 11.11.2024, 19.12.2024, 14.04.2025 und 4.7.2025 bieten weitere Informationen.
https://www.sitzendorf.at/BUeRGERSERVICE/Aktuelles/Gemeindezeitung
Die Sitzungsprotokolle bieten weitere Informationen zu Entscheidungen des Gemeinderates.
https://www.sitzendorf.at/UNSERE_GEMEINDE/Politik/Sitzungsprotokolle
Gab es Machbarkeitsstudien die einen Neubau mit einer Sanierung samt Anbau am Volksschulstandort oder am Mittelschulstandort verglichen haben? Wer waren die Auftragnehmer und an wen wurden diese vergeben?
Ja diese gibt es und sie wurden herangezogen. Ursprünglich wurde angedacht die Volksschule zu sanieren und die Räumlichkeiten großteils so zu belassen. Da jedoch die Raumbedarfsfeststellung des Landes NÖ einen erheblichen Fehlbestand feststellte, musste die Sanierung großzügiger gedacht werden. So musste auch ein Vergleich mit einem Neubau angedacht werden. Da die Fördermittel jedoch bei der Sanierungsvariante wegen dem hohen finanziellen Aufwand nicht zur vollen Gänze zur Verfügung stehen und die Synergie von einer Schule im Mittelpunkt stand, wurden die Varianten an einem Standort ausgearbeitet. Es kam nach einem Vergleich am Volksschulstandort mit dem Mittelschulstandort zu der Entscheidung dem Mittelschulstandort den Vorrang zu geben. So kann das ehemalige Schloss weiterhin als Schulgebäude verwendet werden und die fehlenden Räumlichkeiten werden angebaut.
Vergaben an die Auftragnehmer sind in den Gemeinderatsprotokollen zu finden.
Die Vorstudien entwickelten:
Architekt ZT Schwingenschlögl GmbH
Ziviltechniker Zehetgruber+Laister GmbH
Baumeister und Bausachverständiger Ing. Adalbert Vesely
Das Land Niederösterreich
Energy Climate GmbH
Wie hoch sind die aktuellen Kostenschätzungen und was passiert wenn es teurer wird?
Die Kostenschätzungen belaufen sich auf einen Korridor zwischen 10-13 Mio. Euro. Diese wurden durch das Land NÖ, einen Architekten und einen Baumeister bestätigt. Daher wurde dieser Korridor in die Ausschreibung des Totalunternehmerverfahrens aufgenommen. Alle weiteren genannten Zahlen entsprechen nicht den Tatsachen.
Welche vorhandenen Studien und Unterlagen gibt es die zur Ausschreibung gelangt sind? Wie sehen die Ausschreibungsunterlagen aus?
Die Studien und Unterlagen sind Grundlagen der Ausschreibung. Diese und die Ausschreibungsunterlagen selbst können wegen dem laufenden Ausschreibungsverfahren noch nicht veröffentlich werden. Die Bekanntgabe würde zu einem erheblichen finanziellen Schaden der Marktgemeinde führen. Es würde weiters den Wettbewerb verzerren.
Wie funktioniert die Finanzierung bzw. die Förderung und wurden bereits Förderanträge gestellt bzw. zugesichert?
Die Hauptfinanzierung erfolgt durch finanzielle Mittel der Marktgemeinde Sitzendorf und des Landes NÖ. Die Marktgemeinde Sitzendorf finanziert sich durch ein Darlehen. Die Fördermittel sind auf der Homepage des Landes NÖ einsehbar. https://www.noe.gv.at/noe/kindergaerten-schulen/noe_schul-_und_kindergartenfonds_foerderung.html Die aktuellen und vergangenen Rechnungsabschlüsse als Nachweis der Finanzierung der Marktgemeinde sind auf der Homepage https://www.offenerhaushalt.at/ zu finden.
Wurde ein Architektenwettbewerb angedacht?
Eine dahingehende Ausschreibung wurde angedacht, jedoch hätte dies einen finanziellen Mehraufwand für Honorare bedeutet. Daher wurde dies im Totalunternehmerverfahren integriert.
Welche Entscheidungsprozesse und Gremienbeschlüsse wurden bisher getroffen? Steht eine Bürgerbefragung im Raum?
Die Entscheidungen die getroffen wurden, führten zum heutigen Stand. Öffentliche Protokolle wurden in den Gemeinderatssitzungen besprochen und so dokumentiert. Protokolle die zu einem Wettbewerbsnachteil und so zu einem finanziellen Schaden führen würden, werden nicht veröffentlicht. Der Inhalt dieser sind oft die besprochene Finanzierung, die Sitzungen mit den Lehrkräften, die Abwägung der Vorstudien und der Inhalt der Ausschreibung des Totalunternehmerverfahrens. Ansonsten wurden keine Inhalte vermerkt. Da der Marktgemeinde Sitzendorf an der Schmida und somit dem Gemeinderat als gesetzlicher Schulerhalter die Zuständigkeit obliegt, entscheidet der Gemeinderat über die Entscheidungen die Schule betreffend.
Wie sieht der Zeitplan aus und kann der Schulbetrieb weiterhin aufrecht erhalten werden?
Ein Beschluss über den Zeitplan liegt noch nicht vor, denn die Entscheidung muss der Gemeinderat noch treffen. Die Planung sieht vor, dass 2026 mit dem Bau begonnen wird und das Schuljahr 2027/2028 bereits am neuen Standort stattfindet. Ausweichquartiere oder Containerklassen sind nicht vorgesehen, denn das würde zu enormen Kosten führen. Wäre der Volksschulstandort in Betracht gekommen, hätte man dies dort errichten müssen. Mehrkosten von 800.000 Euro stünden da lt. Architekten aus der Gemeinde Sitzendorf im Raum. In den Dokumenten der Gemeindezeitung wurde dies ausführlich beschrieben.
Was passiert mit dem Volksschulgebäude aus 1972?
Die letztendliche Entscheidung obliegt dem Gemeinderat. Ein Abriss wurde in den Kosten berücksichtigt. Es könnten sich jedoch noch andere Varianten ergeben, die noch nicht fixiert wurden.
Wurde angedacht im Schmidatal eine gemeinsame NÖ Mittelschule zu errichten? Gibt es Überlegungen des Landes NÖ?
Durch damalige Entscheidungsträger im Schmidatal wurde angedacht, dass eine gemeinsame Mittelschule im Schmidatal errichtet wird. Diese Überlegungen wurden wieder verworfen. Bei einem Verlust eines Schulstandortes in einer Gemeinde würden ebenfalls Kosten entstehen, denn der Bau an einem anderen Standort sowie der laufende Betrieb müsste mitfinanziert werden. Ob es Überlegungen des Landes NÖ gibt, Mittelschulen zusammenzulegen sind nicht bekannt und dies fällt außerhalb der Zuständigkeit der Gemeinde.
Welche Maßnahmen zu Bürgerinformation und Transparenz wurden bereits gesetzt?
Die Bürgerinnen und Bürger werden regelmäßig in den Gemeindezeitungen über den aktuellen Stand informiert. Es fand bereits eine Bürgerinformationsveranstaltung statt. Auf der Homepage der Marktgemeinde werden die Informationen regelmäßig aktualisiert. Es erfolgt die Einbindung der Lehrkräfte, Schüler, Elternvertreter, Schulaussschuss, Baubeirat bei regelmäßigen Sitzungen.
Warum dürfen über laufende Verfahren keine Informationen gegeben werden?
Da dies zu einem erheblichen finanziellen Schaden für die Marktgemeinde führen könnte.